Frage dich: Was kann ich in drei bis fünf Minuten sichtbar erledigen? Beispiele: Kapitelüberschrift tippen, Formelsammlung öffnen, drei Vokabeln wiederholen. Wenn du stockst, verkleinere weiter. Notiere den Schritt auf einen Zettel, starte den Timer und spüre, wie Momentum entsteht, ohne dass Perfektion den Anfang blockiert.
Lege eine Ausgangsschätzung fest, halbiere die Aufgabenmenge oder verdopple die Zeit – und vergleiche anschließend mit der Realität. So kalibrierst du Gefühl für Dauer. Plane bewusst Puffer zwischen Blöcken, um Übergänge, Materialsuche und kurze Regeneration abzudecken. Das reduziert Stressspitzen und schützt vor vermeidbaren Frusterlebnissen am Ende.
Entwickle drei Mini‑Rituale: ein Startsignal (zwei tiefe Atemzüge), ein Stoppsignal (Timer ausschalten und abhaken), ein Wechselritual (kurzer Stretch und Schluck Wasser). Wiederhole sie konsequent. Das Gehirn lernt, den Modus zu wechseln, ohne lange Debatten. Gerade bei ADHS stabilisieren wiedererkennbare Rituale das fragile Zusammenspiel der Exekutivfunktionen fühlbar.
Lobe Verhalten, nicht Etiketten: „Du hast den Timer respektiert und drei Punkte abgehakt.“ Ergänze eine Frage: „Was hat dir geholfen?“ Diese Kombination verstärkt gewünschte Handlungen, fördert Metakognition und baut innere Steuerung auf. Kurze Rückmeldung nach jedem Mikro‑Block wirkt stärker als seltene, große Bewertungen am Ende.
Definiere vorab eine kleine, bedeutungsvolle Belohnung nach zwei bis drei gelungenen Blöcken: Lieblingssong, Meme‑Minute, kurzes Spiel, Sticker. Nutze Tokens, um Erfolge sichtbar zu sammeln. Wichtig ist die Kopplung an Verhalten, nicht Resultat. So entsteht Konsistenz, die Motivation stabilisiert, auch wenn Tagesform, Laune oder Umfeldbedingungen schwanken.